Literatur

In der Freien Ganztagsschule Neinstedt finden Lesewochen und Autorenlesungen ganzjährig und in allen Klassenstufen statt. Wir bieten Literaturkurse auf der Insel Hiddensee und fahren jedes Jahr zur Buchmesse nach Leipzig. Unsere Schulzeitung „Vier Jahreszeiten“ wird regelmäßig von Lehrern und Schülern erarbeitet und in der schulinternen Druckerei gedruckt.


Anne Frank - Ein Bündelchen Widerspruch

Im Frühjahr 2011 lernten drei Gruppen (die Geckos, Drachen und Bergkristalle) eine berühmte Altersgenossin kennen. Nachdem wir zum Projektauftakt in der Moses Mendelssohn Akademie in Halberstadt waren, wo wir auch koscher frühstücken konnten und viel über das jüdische Leben in Deutschland lernten, lasen wir in den folgenden Wochen kreuz und quer im "Tagebuch der Anne Frank". Geleitet von Fragen, die typisch für 13- bis 15-Jährige sind, entstanden dabei auch viele eigene Texte, darunter Geschichten und Dokumentationen sowie eigene Tagebucheinträge. Im extra dafür eingerichteten "Versteck" hatte jeder die Möglichkeit, ganz für sich zu lesen und zu arbeiten. Zum Ende hin besuchten wir dann noch eine Inszenierung des Romans "Ein ganz gewöhnlicher Jude" und fuhren nach Berlin in das Anne Frank Zentrum, um die Eindrücke noch einmal in anderer Gestalt vertiefen zu können.


Hans Fallada - Geschichten aus der Murkelei

Alljährlich lesen wir, bevor die Gruppenfahrt nach Himmelpfort geht, in der Jahrgangsstufe 5/6 die „Geschichten aus der Murkelei“ von Hans Fallada. Dieser lebte mit seinen zwei Kindern, seiner Frau und Hausangestellten nahe von Himmelpfort, in Carwitz, in einem wunderschönen Haus am See mit Blumen-, Obst- und Gemüsegarten. Heute ist dieses Haus Museum und Archiv zugleich. Mit Schülern können wir uns da die Wirkungsstätte eines großen Autors, der im stürmischen 20. Jahrhundert lebte, im Original ansehen und viele Orte, die er in seinen Geschichten beschrieb, wiederentdecken. Die Geckos hatten im Jahr 2009 die Idee „Die Geschichte vom Unglückshuhn“ auf die Bühne zu bringen. So erdachten sie sich die Dialoge, gestalteten die Kostüme und das Bühnenbild. In der ausgebauten Scheune des Hans-Fallada-Hauses führten sie das Theaterstück vor Museumsbesuchern auf.